Deutsche Wanderjugend


Tipp des Monats

Der November-Tipp 2017

Kerzen ziehen - aus alt mach neu!

Material
  • Kerzenwachs in unterschiedlichen Farben, entweder Kerzenreste, Paraffin oder Bienenwachs
  • Docht
  • leere Konservendosen, in denen das Wachs zum Schmelzen gebracht werden kann
  • Topf
  • Herd oder Herdplatten
  • Zeitung zum Abdecken der Arbeitsfläche

Vorbereitung
Beim Kerzen ziehen ist die Vorbereitung des Arbeitsplatzes sehr wichtig. Je besser der Arbeitsplatz vorbereitet wird, desto schneller geht das Aufräumen!
Beim Ziehen der Kerzen passiert es schnell, dass sie tropft und Wachs ist hartnäckig.
Wer die Möglichkeit hat, draußen Kerzen zu ziehen sollte das als Möglichkeit in Betracht ziehen. Wer diese Möglichkeit nicht hat, sollte seine Arbeitsfläche gut mit Zeitungen abdecken.
Ist die Arbeitsfläche soweit vorbereitet, kann das Wachs vorbereitet werden.

Dafür werden die Konservendosen benötigt. Hohe, schmale Konservendosen sind zum Kerzen ziehen am besten geeignet, da die Kerze nur so lange werden kann, wie die Konservendose hoch ist.
In die Konservendosen wird das noch harte Wachs gefüllt. Ab besten ist es, das Wachs in kleinere Stück zu schneiden, damit es schneller schmilzt. Die Konservendosen mit dem Wachs werden im Wasserbad zum Schmelzen gebracht.

Noch hartes Wachs....

....und geschmolzenes Wachs.











Und jetzt kanns losgehen!
Zuerst muss der Docht auf die richtige Länge zugeschnitten werden. Die richtige Länge kann an der Höhe der Dosen bzw. an der Höhe des Wachses in der Dose gemessen werden. Der Docht sollte jedoch ca 2 cm länger abgeschnitten werden, damit man ihn gut festhalten kann und die Kerzen trotzdem die gewünschte Länge erhält.
Ist der Docht abgeschnitten, kann er in den Wachs eingetaucht werden.


Um eine schöne, gleichmäßige Kerze zu erhalten, ist es wichtig, dass der Docht kurz in den Wachs getaucht wird und dann ca. 30 Sekunden Zeit zum Trocknen hat. Hat er das nicht, schmilzt das Wachs beim nächsten Eintauchen wieder und die Kerze wird unten dünner als oben.
Während dem Trocknen kann es passieren, dass sie unten an der Kerze eine "Nase" bildet.



Diese "Nase" kann im weiteren Verlauf immer wieder abgeschnitten werden, damit eine gerade Fläche entsteht und die Kerze später stehen kann.



Wenn verschiedene Wachsfarben vorhanden sind, kann die Kerzen im weiteren Verlauf in die unterschiedlichen Farben getaucht werden, damit ein Muster entsteht.
Jede_r Kerzenzieher_in kann selbst entscheiden, wann die Kerze fertig ist. Jede Kerze ist ein Unikat und somit etwas besonderes. Egal, ob sie dick oder dünn, lange oder kurz ist. Sie ist genau so richtig, wie sie ist.



Kerzen müssen nicht immer gerade gezogen werden, sondern sie können auch einen geschwungenen Fuß zum Stehen haben oder was anderes. Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dafür muss man die Kerze bzw. den Docht immer wieder in die richtige Form biegen, bevor das Wachs ganz getrocknet ist. Je dicker die Kerze wird, desto stabiler wird der Fuß und muss nicht mehr so oft in die entsprechende Form gebogen werden. Wichtig dabei ist, dass von Anfang an geschaut wird, dass die Kerze stehen kann, damit sie später auch angezündet werden kann.

 
 

Den Abschluss der Kerze wird folgendermaßen gemacht: Die Unterseite wird gerade abgeschnitten. Manchmal reicht das schon, damit die Kerze stehen kann. Falls es nicht reicht, kann die Kerze erneut etwa 1 cm in flüßiges Wachs getaucht werden. Dadurch wird das Ende der Kerze weich und formbar. Wird sie jetzt auf einen geraden Untergrund gedrückt, passt sich der Boden der Kerze an. Das muss so lange wiederholt werden, bis sie tatsächlich stehen bleibt.



Viel Spaß und Gelingen beim Kerzen ziehen!! =)





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